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Hochbegabung Teil 2

Herausforderungen für hochbegabte Kinder und Eltern

Wenn du direkt hier eingestiegen bist, möchtest du vielleicht zuerst Teil 1 – Hochbegabung erkennen, lesen. Wenn du dein Wissen über die besonderen Herausforderungen vertiefen möchtest, dann findest du hier gut recherchierte Fakten und viele Beispiele für Eltern hochbegabter Kinder.

Vorweg, es gibt 2 wichtige Theorien rund um Hochbegabte, die du unbedingt kennen solltest:

Eltern und Karriere wichtige Punkte
Die Harmoniethese wurde in den USA von dem sehr bekannten Hochbegabten­forscher Lewis Terman und in Deutschland vom Marburger Professor Detlef H. Rost vertreten. Sie sagen, dass Hochbegabte weniger psychische Belastung und emotionalen Stress erleben, weil sie damit besser umgehen können! Behalte auf jeden Fall im Hinterkopf, dass Hochbegabte eine derart starke Ressource mitbringen können.
Eltern und Karriere wichtige Punkte
Die Dysharmoniethese ist schon etwas älter und wurde ursprünglich von Franz J. Mönks 1963 aufgestellt. Viele im Folgenden aufgezeigte Herausforderungen wurden dort bereits geschildert. Diese These findet sehr viel Anklang, da sie auf viele, aber nicht alle Hochbegabten zutrifft.

Meine persönliche Interpretation dazu:

Es gibt zwischen 15 und 45 % sogenannte Underachiever, die eine geringere Leistung erbringen, als ihr eigentliches Potenzial wäre, und durchaus auch im Verhalten auffallen. Diese Zahl schwankt, da Underachievement nicht klar definiert ist, im unteren Bereich (bei ca. 15 %) geht man von extremen Auswirkungen aus.

Manche konstatieren jedoch bereits Underachievement, wenn Hochbegabte mit befriedigenden statt sehr guten Leistungen in ihrem Begabungsfeld unterwegs sind. So sind die 45% zu erklären.

Es gibt viele Hochbegabte, die sehr gute Leistungen erbringen und absolut unauffällig sind, doch keiner weiß genau, wie viele das sind. Schätzen wir mal, es ist ein Drittel, immer noch besser als gar keine Angabe. Nehmen wir an, Underachiever mit moderater bis starker Auswirkung liegen auch bei einem Drittel (also zwischen den 15 und 45%), dann liegt der Rest der Hochbegabten irgendwo in der Mitte verteilt. 😉

Um Hochbegabte mit Herausforderungen geht es hier

Und genau um diese Hochbegabten, die eben nicht absolut erfolgreich und zufrieden sind, geht es hier im Artikel. Sollte dein Kind Underachiever sein oder du dies vermuten, empfehle ich dir jedoch dringend, dich und dein Kind von einem darauf spezialisierten Psychologen begleiten zu lassen. Hochbegabte Kinder mit ausgeprägtem Underachievement brauchen ganz besondere Unterstützung, um wieder auf die Beine zu kommen, Selbstvertrauen aufzubauen und Bestärkung zu finden.

Welche Herausforderungen für Hochbegabte gibt es denn nun?

Es gibt nicht DEN EINEN Hochbegabten, der zweifelsfrei als solcher zu erkennen wäre. Dann wäre die Thematik viel einfacher. Es gibt jedoch typische Herausforderungen oder Merkmale, die hochbegabte Kinder und Erwachsene teilen. Dazu möchte ich dennoch gern anmerken, dass diese meist auf Beobachtungen beruhen und in Studien zwar untersucht, aber nicht immer eindeutig nachgewiesen werden konnten.

Auch ist die folgende Aufzählung keine Checkliste! Es heißt also nicht: Je mehr dieser Punkte zutreffen, umso wahrscheinlicher ist eine Hochbegabung.

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Beispiele für Herausforderungen bei Hochbegabung

Herausforderungen bei Hochbegabung

Unterschiedliche Entwicklung

Allgemein verläuft bei Hochbegabten die Entwicklung von Körper und Geist nicht gleich schnell. Ihr Denken ist häufig schneller entwickelt als  ihre motorischenFähigkeiten. Dennoch ist es üblich, dass hochbegabte Kinder einige Entwicklungsschritte komplett überspringen.

Eine der Annahmen ist, dass sie die Tätigkeiten vorher im Kopf üben und dann durch rein mentales Training ausführen können. Das heißt beispielsweise häufig zu laufen, ohne vorher zu krabbeln oder von einem Tag auf den anderen Fahrrad fahren zu können.

Herausforderungen bei Hochbegabung

Hochbegabte erleben mehr Stresssituationen.

Sie sind in ihrer Entwicklung nur selten altersentsprechend und häufig anderen weit voraus. Das kann zum einen Stress durch Unterforderung auslösen. Zum anderen ist aber kein Hochbegabter auf allen Gebieten den anderen voraus. Oftmals sind sie in Bereichen, in denen sie normal begabt sind, mit zu hohen Erwartungen konfrontiert.

Im Resultat sind sie sich ihres Könnens und in ihrer Selbsteinschätzung sehr unsicher. Das resultiert durchaus auch in Überforderung. Übrigens ist genau diese unterschiedliche Entwicklung auch für Eltern eine sehr große Herausforderung.

Herausforderungen bei Hochbegabung
Bei Kindern mit Hochbegabung entwickeln sich auch die einzelnen Persönlichkeitsbereiche in unterschiedlichem Tempo. Dort ist es sehr viel schwieriger, den Entwicklungsstand abzuschätzen. Diese Bereiche betreffen unter anderem das Denken und die soziale Intelligenz.

In beidem sind Hochbegabte Gleichaltrigen meist mehrere Jahre voraus. Das bringt viele der folgenden Herausforderungen mit sich.

Herausforderungen bei Hochbegabung
Das außergewöhnliche Denktempo, die schnell wechselnden und vielfältigen Interessenbereiche sind häufig ungewöhnlich. In Gesprächen hängen die Kinder Gleichaltrige, aber durchaus auch Erwachsene schnell ab. Dabei ist es besonders wichtig, mit den Kindern über ihre Welt zu sprechen und zu versuchen, diese zu verstehen, damit sie sich gesehen und verstanden fühlen.

In Gruppen fühlt sich das Kind tendenziell als Außenseiter und entwickelt Selbstzweifel. Gerade bei Kindern hat das massive Auswirkungen auf Beziehungen und das Zugehörigkeitsgefühl: Viele Kinder unterdrücken ihre Begabungen aus dem Wunsch heraus, dazuzugehören. Sie können sich häufig so gut anpassen, dass ihre besonderen Potenziale sogar verkümmern.

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Hochbegabte Kinder präferieren häufig erwachsene Ansprechpartner oder ältere Kinder.

Diese entsprechen zwar eher dem intellektuellen Anforderungsniveau, stellen jedoch auch höhere Erwartungen. Wenn ein Kindergartenkind mit Schulkindern befreundet ist, empfindet es sich schnell als defizitär, da es im motorischen Bereich häufig nicht mithalten kann.

Auch kann dies dazu führen, dass das kleinere Kind auf dem Spielplatz ausgegrenzt und ausgelacht wird. Die Größeren halten den Ball hoch und unerreichbar und bezeichnen das Kind als Baby oder Ähnliches. Das ist schwer zu verkraften und zu verstehen. Außerdem eckt es womöglich durch seine ungewöhnlichen Interessengebiete und sein Sachwissen an. Als Resultat wenden sich hochbegabte Kinder dann doch auch kleineren Kindern zu.

Herausforderungen bei Hochbegabung

Körperlich aggressives Verhalten ist für viele Hochbegabte nur schwer zu ertragen.

Rempeleien auf dem Spielplatz oder Schulhof sind für sie eine Qual. Es kann jedoch durchaus sein, dass ein motorisch geschickter Hochbegabter auch für Jüngere oder Schwächere einsteht und hilft, da Hochbegabte häufig ein starkes Gerechtigkeitsempfinden haben.

Auch wenn Aggressionen primär eher selten sind, kann beispielsweise andauernde Unterforderung einen derart starken Frust auslösen, dass diese Kinder durchaus störend und gar aggressiv auffällig werden. Dies ist jedoch eher als Hilferuf zu verstehen.

Herausforderungen für Eltern und Kinder

Menschen mit Hochbegabung wollen Inhalte verstehen.

Etwas, das unlogisch oder sachlich nicht richtig ist, wird daher häufig hinterfragt und diskutiert. Das Leben und Einhalten von Regeln und Grenzen kann dabei eine besondere Herausforderung werden und Eltern stark fordern.

Wenn Eltern, Lehrer und Erzieher ständig hinterfragt werden und die Kinder deren Autorität in Frage stellen, wirken die Kinder neunmalklug, anmaßend und widersetzlich, auch wenn sie auf Fakten hinweisen. Später könnten diese Kinder stark gegen Systeme und Autoritäten rebellieren.

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Ein besonders hohes oder besonders geringes Schlafbedürfnis kommt vor.

Häufig gibt es Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen. Es wird ein Zusammenhang mit der emotionalen Wahrnehmung vermutet und dass diese besonders sensiblen Kinder ihre Gefühle tagsüber nicht ausreichend verarbeiten können. Hier können Eltern eine Gesprächskultur etablieren, in der sie über ihre eigenen Gefühle sprechen und verbal aufzeigen, wie sie diese regulieren.

Sie können das Kind beispielsweise fragen, wie es ihm heute ergangen ist und wie es sich fühlt, anstelle von Fragen, die darauf abzielen, was es heute getan hat. Diese Gefühlskultur in einer Familie zu etablieren, ist jedoch ein längerer Prozess. Es ist jedoch eine wichtige Prävention, um Kopf- und Bauchschmerzen sowie ähnliche körperliche Stressanzeichen zu verhindern oder wieder in den Griff zu bekommen. Diese sind bei hochbegabten Kindern leider nicht selten.

Herausforderungen bei Hochbegabung

Hochbegabte Kinder langweilen sich schnell bei sich wiederholenden Aufgaben und Routinetätigkeiten.

Das kann bis hin zum Bore-out führen. Schwierige Aufgaben können dabei eine regelrechte Euphorie auslösen und einen fast meditativen Zustand, in dem die Kinder total in der Materie aufgehen und nicht mehr ansprechbar sind.

Es ist besonders wichtig, dass Kinder Herausforderungen erleben, die sie schaffen können, denn dies schüttet Endorphine aus. Diese werden nur ausgeschüttet, wenn wirklich eine Anstrengung notwendig war. Das Erfolgserlebnis mit den Glückshormonen ist ein wesentlicher Antrieb, damit das Kind sich wieder anstrengen möchte, und darüber hinaus auch eine wichtige Voraussetzung, um die Neugier auf Neues zu erhalten.

Herausforderungen für Eltern und Kinder
Hochbegabte Kinder kommen bei Lernaufgaben zunächst leicht mit. Wenn es dauerhaft zu leicht ist und sie sich langweilen (was in Kindergarten und Schule leider der Fall sein kann), haben sie keinen Spaß und lernen nicht, zu lernen. Sie verpassen dabei Grundlagen, die sie lernen müssen. Das kann dazu führen, dass sie später anspruchsvollere Aufgaben nicht lösen können, weil sie die Basis dafür nicht erlernt haben.

Dies ist eine der Ausgangslagen für Underachievement. Diese Konstellation ist als reines Ergebnis für einen Hochbegabten und sein Umfeld schwer zu verstehen. Wie kann es sein, dass ein besonders begabtes Kind den Anschluss, womöglich sogar im Themengebiet der Begabung, verliert? Die Ursache dafür ist häufig zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt entstanden.

Herausforderungen für Eltern und Kinder
Hochbegabte Kinder führen manche Tätigkeiten gar nicht erst aus, weil sie einen hohen Anspruch an sich selbst haben. Hochbegabte Kinder malen häufig nicht, da ihre Bilder nicht der Realität entsprechen und sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind.

Vor lauter Frust zerstören sie gegebenenfalls die Zeichnung oder die Stifte. Das kann zu Fehlinterpretationen anderer führen, und das Kind ist häufig selbst noch nicht in der Lage, sein Dilemma zu schildern.

Herausforderungen für Eltern und Kinder

Einige Kinder bringen sich selbst das Lesen oder Rechnen bei.

Sie fallen früh dadurch auf, dass sie Interesse an Zeichen haben. Sie müssen nicht unbedingt zählen können, aber sie „rechnen“ in Alltagssituationen oder haben ein gutes Gefühl für Mengen.

Herausforderungen für Eltern und Kinder
Einige Kinder sprechen auffallend früh, manche allerdings auch erst später, dafür gleich sehr akkurat und zum Teil sofort in ganzen Sätzen. Auf Fragen bekommt man oft auch interessante Antworten. Was es zum Mittagessen gab? Entweder „Keine Ahnung“, weil es das Kind schlicht und einfach nicht interessiert, oder eine Aufzählung was es in den letzten 3 Wochen mit welcher Unterhaltung oder sonstiger Besonderheit mittags zu essen gab …
Herausforderungen für Eltern und Kinder

Hochbegabte Kinder können besonders energetisch sein.

Manchmal lasten sie sich körperlich extrem aus, wenn sie geistig unterfordert sind. Hochbegabte können aber auch sehr zurückgezogen und ruhig sein.

Gerade hier, weil das Kind eben nicht störend auffällt, ist es besonders wichtig, genau hinzusehen und zu prüfen, ob das Kind zufrieden ist und seine Bedürfnisse erfüllt sind oder ob es Unterstützung benötigt. Manche Kinder sind sehr glücklich für sich allein, und es sorgen sich eher die Eltern um ihr Sozialleben, manche leiden aber auch massiv unter fehlenden Gleichgesinnten.

Herausforderungen für Eltern und Kinder

Reizüberflutung

Hochbegabte Kinder – aber auch hochbegabte Erwachsene – leiden häufig unter Reizüber­flutung. In Einkaufszentren, auf lauten Veranstaltungen oder in großen Räumen wie einer Mensa, aber auch in Schul- und Kindergarten­gruppen ist die Lautstärke für sie zum Teil unerträglich.

Kinder halten sich häufig die Ohren zu oder weinen. Sie können selbst laut sein oder auch laute Musik genießen, wenn sie die Lautstärke selbst kontrollieren können, werden aber durch unkontrollierbare Geräusche in ihrer Umgebung sehr gestresst. Gleiches gilt für überhöhte Licht-, Berührungs- und Geruchs­empfindlichkeit. Sie können sich dann nicht wohlfühlen oder konzentrieren.

Herausforderungen für Eltern und Kinder
Manchen Eltern fällt bei Kindern mit Eintritt in den Kindergarten oder in die Schule eine plötzliche Wesens­veränderung des Kindes auf. Das hängt mit gleich mehreren Komponenten zusammen. Wenn die Kinder zum ersten Mal mit größeren Gruppen Gleichaltriger zusammen sind, nehmen sie sich zum ersten Mal als anders wahr.

Besonders introvertierte, aber auch besonders energetische Kinder erleben es als Herausforderung, adäquat auf andere Kinder zuzugehen. Dass sie sich zusätzlich noch für „sonderbare“ Themen interessieren, macht es schwer, mitzureden. Eltern können ihrem Kind helfen, Gleichgesinnte zu finden, beispielsweise über Vereine, und mit ihnen üben, auf andere Kinder zuzugehen.

Herausforderungen für Eltern und Kinder

Kinder erkennen sehr feinfühlig, wenn sie anders sind, häufig schon im Kleinkind­alter.

Sie versuchen an sie gestellten Erwartungen gerecht zu werden. Häufig imitieren sie Gleichaltrige und verstecken ihre Talente. Sie werden Experten darin, eine andere Rolle einzunehmen, und lernen sehr früh, sich an anderen zu orientieren – bis hin zu dem Gedanken, dass andere besser und sie selbst defizitär sind.

Die oben genannten Heraus­forderungen sind nur einige von vielen. Doch eines betrifft sie alle:

Hochbegabte sind selten, 2 % der Gesellschaft.

In der Regel sind hochbegabte Kinder im Kindergarten oder in der Schulklasse die Einzigen ihrer Art. Von ihnen verlangen wir, dass sie lernen, sich einzufügen, anzupassen und zu behaupten. Wir unterstellen ihnen, Schule müsste ihnen leichtfallen. Stellt man sich jedoch umgekehrt einen normal begabten Schüler in einer Klasse voller Hochbegabter vor: Die anderen Kinder sind im Lösen der Aufgaben schneller, lernen und denken anders, haben andere Interessen.

Dieses Kind würde genauso sehr an sich selbst zweifeln, Selbst­vertrauen verlieren, vermutlich resignieren oder sogar depressive Symptome entwickeln. In dieser Lage befinden sich viele Hochbegabte.

Es gibt eine große Dunkelziffer – viele Menschen erfahren erst spät von ihrer Hochbegabung. Die Betroffenen selbst begreifen häufig am wenigsten, warum sie sich manchmal so unzufrieden, angespannt und unausge­glichen fühlen. Sie verspüren nach der Diagnose häufig eine Erleichterung und eine Erklärung für ihre Anders­artigkeit. Das verdeutlicht die Belastung, die von dieser Gabe ausgehen kann.

Dabei werden viele Hochbegabte fälschlicher­weise anders oder falsch diagnostiziert und zum Teil pathologischen Krankheits­bildern zugeordnet. Besonders häufig sind Überschneidungen der Symptome mit ADHS und oder ASS (Autismus Spektrum). Zu Hochbegabung UND ADHS findest du hier im Blog den verlinkten Artikel.

Familienkonstellationen mit Hochbegabung

Übrigens werden potenziell hochbegabte Jungs häufiger zu IQ-Tests geschickt. Ich mag es zwar nicht, zu gendern, und glaube, dass Mädchen und Jungen exakt die gleichen Chancen haben (könnten) und erhalten sollen, jedoch werden tatsächlich Unterschiede beobachtet, die dazu führen, dass Jungen häufiger getestet werden. Ihre Reaktionen und ihr Verhalten fallen nämlich tendenziell deutlicher und negativer aus.

Hochbegabte Mädchen scheinen eher angepasst zu reagieren und sich auch stark an ihrem Umfeld zu orientieren. Dadurch fällt die potenzielle Hochbegabung bei Mädchen weniger auf.

In Familien tritt Hochbegabung gehäuft auf. Das heißt, dass durchaus mehrere Geschwister über besondere Begabungen verfügen können.

Es ist ohnehin schon nicht einfach, mehreren Kindern ausgewogen gerecht zu werden. Wenn eines oder mehrere sehr heraus­fordernd sind und besondere Unterstützung brauchen, ist es manchmal ein Balanceakt für die ganze Familie. Was die Familie auch mit der Herkunft der Hochbegabung zu tun hat, liest du in Teil 3!

Fazit

Viele hochbegabte Kinder werden trotz der bestehenden Herausforderungen völlig glücklich und zufrieden aufwachsen. Eure Kinder verfügen durch ihre Hochbegabung über ganz besondere Ressourcen! Stärken, die genutzt werden können, auch um eure Herausforderungen als Eltern hochbegabter Kinder zu lösen.

Du hast Erfahrungen mit ähnlichen Herausforderungen gemacht und wünschst dir deshalb eine persönliche Beratung? Dann melde dich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch.

Deine Marina Eltern und Karriere Coaching

Tipps

Was Eltern von hochbegabten Kindern tun können

Hochbegabung bei Kindern erkennen

Dein Kind ist nicht in allen Bereichen hochbegabt und anderen voraus.

Es kann ganz alltägliche Bereiche geben, in denen dein Kind Unterstützung braucht. Denk dran, emotionale, soziale, motorische und kognitive Fähigkeiten können sehr unterschiedlich weit entwickelt sein.

Hochbegabung bei Kindern erkennen

Für Eltern hochbegabter Kinder:

Der Blick von Eltern mit hochbegabten Kindern kann sich einseitig auf die Vorteile der Hochbegabung auswirken

„mein Kind ist hochbegabt und ist großartig und braucht keine Hilfe“

oder aber auch auf die Herausforderungen einengen.

„mein Kind ist hochbegabt und deswegen ist ständig irgendwas anstrengendes“

Mach dir bewusst, dass es jeweils lediglich EINE Facette deines Kindes ist und schaue vor allem offen auf das, was du mit deinem Blickwinkel nicht erwartest.

Hochbegabung bei Kindern erkennen

Binde die besonderen Fähigkeiten deines Kindes bei Herausforderungen mit ein!

Was kann es gut? Es kann gut verhandeln, ist innovativ, wehrt aber Vorschläge oder Aufforderungen deinerseits ab? Dann binde es in die Lösungsfindung mit ein. Kognitiv starke Kinder können erstaunliche Lösungsansätze finden, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen, diese Kompetenz zu entwickeln und einzubringen.

Hochbegabung bei Kindern erkennen

Hochbegabte Mädchen fallen weniger auf.

Es gibt sie aber genauso häufig. Bei Geschwistern sind in vielen Fällen mehrere Kinder hochbegabt.

Hochbegabung bei Kindern erkennen

Herausforderung Underachievement

Wenn bei deinem Kind die Leistungen abfallen oder du eine Wesensveränderung beobachtest, dann können das ernstzunehmende Anzeichen für ein sich entwickelndes Underachievement sein. Dazu empfehle ich Eltern mit hochbegabten Kindern mit einem darauf spezialisierten Kinder- oder Jugendpsychologen zu arbeiten und das nicht aufzuschieben!

Hochbegabung bei Kindern erkennen

Sprich mit deinem Kind über seine Herausforderungen.

Aber halte es ganz nach Maria Montessori: sprich niemals vor deinem Kind über seine Schwierigkeiten mit jemand anderem! Auch wenn es ganz natürlich ist, dass Eltern von hochbegabten Kindern den Bedarf haben, sich auszutauschen. Das ist auch in einem Elterncoaching oder einer spezialisierten Beratung möglich.