Zu hohe Ansprüche an sich selbst
Perfektionismus ablegen
Perfektionismus kann antreiben, motivieren und zu außergewöhnlichen Leistungen führen. Gleichzeitig kostet er viele Menschen täglich Zeit, Energie und innere Ruhe. Vielleicht fragst du dich deshalb, wie du Perfektionismus ablegen, Stress abbauen oder endlich aufhören kannst, zu hohe Ansprüche an dich selbst zu stellen. Dabei kann dir ein Perfektionismus Coaching helfen.
Nicht weniger Anspruch ist das Ziel, sondern zwischen echtem Qualitätsanspruch und selbstgemachtem Druck zu unterscheiden.
In diesem Artikel erfährst du:
Perfektionismus ist oft gar nicht das eigentliche Problem
Perfektionismus wird häufig als Persönlichkeitseigenschaft beschrieben. Tatsächlich steckt oft etwas anderes dahinter: der Versuch, Fehler zu vermeiden, Kontrolle zu behalten oder den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Deshalb ist Perfektionismus trotzdem nicht automatisch schlecht. Hohe Ansprüche können motivieren, Qualität sichern und zu außergewöhnlichen Leistungen führen. Problematisch wird es erst dann, wenn sie mehr Energie kosten, als sie Nutzen bringen.
Häufig ist er auch eine Strategie, mit Unsicherheit, Verantwortung, Erwartungen oder Druck umzugehen. Solange diese Ursachen bestehen, lässt sich Perfektionismus meist nicht einfach “ablegen” – selbst dann nicht, wenn du längst weißt, dass er dich belastet.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: “Wie werde ich perfektionistisch los?” Sondern: “Welche Funktion erfüllt Perfektionismus gerade für mich?”
Woran du erkennst, dass deine hohen Ansprüche mehr Energie kosten als nutzen
Perfektionismus zeigt sich nicht überall gleich:
Perfektionismus im Beruf
Im Beruf kann er dazu führen, dass du Aufgaben überarbeitest, Entscheidungen oder Arbeit hinauszögerst oder Verantwortung nur schwer abgibst.
In der Familie
In der Familie kann er sich als Anspruch zeigen, jede Situation vorzudenken, Anwtorten auf alles zu haben und allem gleichzeitig gerecht werden zu müssen.
Bei Neurodivergenz
Hier kann Perfektionismus zusätzlich eine Form von Kompensation sein – etwa wenn Kontrolle dabei hilft, Unsicherheit, Vergesslichkeit oder das Gefühl, nicht genug zu leisten, auszugleichen.
Perfektionismus wird deshalb dann belastend, wenn du immer mehr investierst, ohne dass das Ergebnis entsprechend besser wird – oder wenn Erfolg nur noch auf Kosten deiner Energie, Gesundheit oder Lebensqualität möglich ist.
Perfektionismus ablegen setzt oft beim falschen Ziel an
Perfektionismus ablegen klingt zunächst nach weniger Kontrolle, weniger Anspruch und mehr Gelassenheit. Genau das funktioniert meist nicht. Denn dein Perfektionismus verfolgt ja dein Ziel. Oft bleibt die eigentliche Entscheidung offen: Wo lohnt sich dein hoher Anspruch – und wo nicht?
Hilfreicher ist deshalb, Perfektionismus gezielter einzusetzen. Manche Aufgaben brauchen tatsächlich hohe Sorgfalt. Andere werden durch die letzten zehn Prozent Aufwand kaum besser. Und wieder andere profitieren sogar davon, schneller zu entscheiden, früher abzugeben oder bewusst mit einer guten statt perfekten Lösung weiterzugehen.
Deine eigene Erfahrung ist hier sehr relevant. Stelle dir folgende Fragen:
Wann bin ich perfektionistisch?
Im ersten Schritt überlegst du, in welchen Situationen dein Perfektionismus besonders stark auftritt? Was haben diese Situationen gemeinsam? Eventuell kannst du auch schon erkennen, was du dir dadurch erhoffst.
Konnte ich Perfektionismus schon mal ablegen?
Fallen dir bereits Situationen ein, in denen du es schon einmal geschafft hast deinen Perfektionismus bewusst abzulegen? Was war dann anders als sonst?
2 Lösungsansätze, mit denen du Perfektionismus ablegen und Stress abbauen kannst
Wenn du verstanden hast, wann dein Perfektionismus besonders stark wird und welche Funktion er erfüllt, kannst du beginnen, deinen Anspruch bewusster zu steuern. Zwei Ansätze helfen dabei besonders:
80/20 statt 120 Prozent
Dies ist ein klassischer Berater Grundsatz, der sich in meinem Perfektionismus Coaching für stark rational denkende Menschen bewährt.
Nicht jede Aufgabe braucht dein Maximum. Frag dich deshalb bewusst: Welche 80 Prozent meines Einsatzes erzeugen hier den größten Teil des Ergebnisses?
Gerade bei Aufgaben mit geringer Tragweite lohnt es sich, früher aufzuhören, schneller zu entscheiden oder etwas bewusst „gut genug“ abzugeben. Die letzten Prozent Qualität kosten häufig überproportional viel Zeit und Energie – ohne dass sie das Ergebnis entsprechend verbessern.
Perfektionismus ablegen heißt hier nicht, schlechter zu arbeiten. Sondern deinen Einsatz dort zu konzentrieren, wo er wirklich Wirkung hat.
Lass dein Hobby-Ich entscheiden
Dieser Ansatz aus meinem Perfektionismus Coaching holt zusätzlich emotional ab. Bei Dingen, die wir nur zum Spaß machen, erlauben wir uns erstaunlich viel mehr: ausprobieren, Fehler machen, unfertig sein und trotzdem weitermachen. Genau diese Haltung kannst du bewusst auf Situationen übertragen, in denen dein Perfektionismus unnötig hochfährt.
Frag dich: Wie würde ich an diese Aufgabe herangehen, wenn ich darin nichts beweisen müsste?
Vielleicht würdest du schneller beginnen, weniger kontrollieren, früher abgeben oder akzeptieren, dass du etwas erst beim Machen lernst. Das nimmt dem Anspruch nicht seine Qualität – aber oft einen großen Teil des Drucks.
Manchmal brauchst du nicht weniger Ehrgeiz, sondern mehr Erlaubnis, etwas auch einmal ausprobieren zu dürfen.
Lösung 2 – die 80-20 Regel
Meine Erfahrungen im Perfektionismus Coaching haben gezeigt: gerade sehr zielstrebige und rational orientierte Menschen tun sich schwer damit an umfangreiche Effekte, im Berufsleben allein durch Änderungen in der inneren Haltung zu glauben. Deswegen gebe ich dir noch eine zweite Technik für deinen Perfektionismus mit – der rationale Ansatz: Die 80/20-Regel ist ein klassischer Beratergrundsatz.
Wenn 80 % einer Tätigkeit oder eines Ziels bearbeitet und/oder erfüllt sind,
Wird dir das „Mehr“ wirklich mehr liefern? Gehalt, Anerkennung, Beförderung, Vorsprung oder was auch immer du dir dadurch erhoffst? Hinterfrage, ob es wirklich der Anspruch und Bedarf deiner Auftraggeber oder Vorgesetzten, Familie oder Kinder ist oder doch dein eigener Druck und Perfektionismus, der dich antreibt.
Fast zu einfach, um wirksam den Perfektionismus zu überwinden?
Manchmal wirken auch wirksame Tools so als würden sie nicht aureichen. Dennoch sind es genau derartige Überlegungen die eine Veränderung anstoßen. Es erfordert trotzdem Disziplin und Durchhaltevermögen, um nicht in alte Muster zu verfallen. Viele Menschen lassen sich dabei professionell unterstützen beispielsweise in einem Perfektionismus Coaching.
Hilfe – Deinen Perfektionismus ablegen und Stress abbauen
Ich helfe dir. Dafür bringe ich 20 jährige Expertise als Managerin in der Automobilindustrie, als Senior Managerin in der Unternehmensberatung und als Unternehmerin mit. Coachiba Coaching wurde sogar mit einem Award für die Innovation ausgezeichnet – als “Unternehmen der Zukunft 2025.” Denn hier bekommst du kein Coaching von der Stange sondern individuelle, wirksame Hilfe, genau auf dich zugeschnitten.
Ich freu mich auf dich!
Tipps
Um zu hohe Ansprüche an sich selbst anzugehen, denke an …
Dein Hobby-Ich
… und dass bei deinem Hobby Fehler und der Bedarf des Übens, Lernens und sich weiter zu entwickeln häufig leichter zu akzeptieren sind.
… ohne dabei in Vorwürfe oder Gedankenspiralen zu resultieren.
Sei somit dir selbst gegenüber so wohlwollend, wie wenn es „nur“ um dein Hobby geht! So kannst du deinen Perfektionismus ablegen und Stress abbauen.
Im Perfektionismus Coaching bewährt: Die 80/20 Regel
… und ob sich dein Einsatz darüber hinaus wirklich rechnet und dir das gewünschte Resultat liefert.
… oder die dazugewonnene Zeit und Energie in Summe nicht doch mehr Wünschenswertes bewirkt.
Von Marina Bernardo
Gründerin von Coachiba, Unternehmerin und zweifache Mama.
Alle Coachiba Blogbeiträge sind selbst verfasst und umfangreich recherchiert – ergänzt mit Tipps aus meiner Tätigkeit als Beraterin und Coach. Da im Netzt immer mehr Inhalte reiner KI-Tool Produkte auftauchen, ist es mir wichtig das bewusst zu machen.
Viel Spaß beim Lesen!