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Schwarzte Pädagogik und autoritäre Erziehung

Was ist schwarze Pädagogik?

Welche Auswirkungen hat sie auf die Familie?

Die schwarze Pädagogik und die autoritäre Erziehung beeinflussen sich gegenseitig und sind weit verbreitet. Doch sie schaden Kindern erheblich. Denn die schwarze Pädagogik setzt auf Strafen. Im Artikel erfährst du noch mehr zur Definition schwarze Pädagogik und den Auswirkungen auf Kinder:

Schwarze Pädagogik

Definition: Was ist schwarze Pädagogik und was bewirkt sie?

Schwarze Pädagogik
Schwarze Pädagogik Beispiele: Auszüge aus der NS-Propaganda – darin erkennst du noch heute verwendete Erziehungstipps!
Schwarze Pädagogik
Warum ist die Erziehung noch heute präsent?

Um folgsame Soldaten heranzuziehen

verwendeten die Nazis Erziehungsansätze, die bereits in der Antike in Sparta funktionierten.

Das Ziel der NS Pädagogik in Kürze: „Unsichere Menschen, die sich an Vorgaben halten und diese nicht hinterfragen. Mit geringer Emotionalität und Empathie.“ Menschen, die nicht denken und nicht fühlen sind optimale Soldaten.

Der Schlüssel, Menschen eben so zu programmieren, liegt darin, nicht auf die Bedürfnisse von Babys und Kindern einzugehen. Mütter wurden damals instruiert ihre Kinder bewusst zu ignorieren und sie streng zu disziplinieren. Damit sind wir auch schon bei der Definition schwarze Pädagogik.

Definition: Was genau ist die schwarze Pädagogik?

Ursprünglich ist der Begriff “schwarze Pädagogik“ jedoch gar nicht bezogen auf die nazionalsozialistische Pädagogik. Katharina Rutschky hat die „schwarze Pädagogik“ sozusagen erfunden. Sie bezog sich dabei eher auf die Pädagogik der Aufklärung und den Philanthropismus, die besagten, dass Babys als “Wilde” geboren würden und erst durch die Erziehung zur Vernunft hin entwickelt werden. Beziehungsweise, dass der Mensch zur Selbstentfaltung geformt und diszipliniert werden müsse, um gesellschaftliche Normen zu erfüllen und übertreffen (Rutschky, 1997). Anmerkung: alle Quellen und Links findest du am Ende des Artikels.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass der Begriff „schwarze Pädagogik“ daher in Fachkreisen ungerne gesehen ist. Da unwissenschaftlich pauschal Pädagogikkonzepte und Rahmenbedingungen aus unterschiedlichen Bereichen miteinander vermischt werden. Der Punkt ist absolut zulässig.

Nichtsdestotrotz, definiert die schwarze Pädagogik ein übergreifendes Erziehungsziel und Methoden verschiedener Konzepte und Zeiten. Welche mittlerweile in Studien bestätigte verheerende Auswirkungen auf Kinder haben. Schwarze Pädagogik Strafen exisitieren noch heute.

Der Zusammenhang der schwarzen Pädagogik mit der NS Zeit ist auf Grund ähnlicher Vorgehensweisen in der Erziehung gegeben. Und der deutschsprachige Raum wurde diesbezüglich stark von dem Werk von Johanna Haarer geprägt: „Die Deutsche Mutter und ihr erstes Kind“.

Auch in der DDR war es üblich durch Eingriffe in die Erziehung und durch kollektive Betreuung Kinder zur solzialistischen Persönlichkeit zu formen. Dafür wurden Kinder möglichst früh von ihren Eltern getrennt. Ein besonders extremes Beispiel waren die Wochenkrippen. Denn in der DDR war nur eine „arbeitende Mutter eine gute Mutter“ (Tagesspiegel, 2023).

Definition der schwarzen Pädagogik

zutreffend auch für die Defintion der autoritären Erziehung:

Schwarze Pädagogik - Auswirkungen und Beispiele autoritärer Erziehung
Eltern sind dem Kind übergeordnet. Sie treffen Entscheidungen und geben vor, wie das Verhalten in der Familie zu sein hat. Sie stellen Regeln auf und entscheiden über das „richtig“ und „falsch“.
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Strafe in der schwarzen Pädagogik

Um sicherzustellen, dass der Gehorsam gegeben ist, wird in der autoritären Erziehung Strafe, in Form von körperlicher Gewalt oder emotionale Gewalt (Drohen, Isolieren, Demütigung, Einschüchterung und Liebesentzug) verwendet.

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Wenn man es mit politischer Terminologie vergleicht, sprechen wir bei der autoritäten Erziehung von einer Diktatur. Fehlverhalten oder Widerstand gegen die autoritäre Vorgehensweise bedeutet Strafe.

Auswirkungen der schwarzen Pädagogik

Da die Kinder kein Mitspracherecht haben, entwickeln sie zu wenig intrinisische Anreize, selbst mitzusprechen. Sie können auch eine Abhängigkeit von Vorgaben bekommen, auch als spätere Erwachsene.

Durch Strafe entsteht bei den Kindern ein geringes Selbstbewusstsein und Urvertrauen, welches sie in weiteren Entwicklungen einschränkt. Denn die Kinder lernen, dass Persönlichkeitsanteile von ihnen gänzlich falsch sind. Denn das Verhalten, das bestraft wird, werten sie als Teil von sich. Dies bedingt wenig emotionale Nähe und Beziehungsfähigkeit, da sie in der Kindheit nicht erlernt wurde.

Dies wird von den Generationen weitergegeben.

Professor Karl-Heinz Brisch, Bindungsforscher, erklärt den Zusammenhang im SWR (2022).

Statt Urvertrauen haben Menschen, die diese Erziehung erleben eine Urangst. Wenn sie selbst Eltern werden, fällt es ihnen schwer feinfühlig auf ihre Kinder zu reagieren. Das hemmt die Bindung.

Die Auswirkungen sind hier nur in Kürze angerissen. In dem Artikel „Ein Klaps auf den Hintern hat noch keinem Kind geschadet – falsch!“, erfährst du mehr zu den Auswirkungen der Erziehung. Und auch Infos zu aktuellen Studien zum Thema Erziehung in Deutschland. Es ist nämlich erschreckend, dass noch heute in Deutschland knapp 45% der Eltern glauben, dass Gewalt in der Erziehung notwendig sei (Fegert, 2020). Auch wenn die Strafen heutzutage eventuell milder sind, als unsere Großeltern es noch erlebt haben, sind die Auswirkungen dennoch dieselben.

Jedoch ist es wichtig zu betonen, dass autoritäre Verhaltensweisen in der Kindererziehung nicht gänzlich schlecht und falsch sind! Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir unsere Kinder vor Gefahren schützen müssen und auch andere vor den Experimenten unserer Kinder schützen (Brisch, 2010). Dazu findest du mehr Anreize im Artikel zu „Regeln und Grenzen“.

 

Beispiele der schwarzen Pädagogik

sind extrem formuliert. Und haben dennoch eine starke Überschneidung als Beispiel zur autoritären Erziehung. Und wie du sehen wirst, leben abgeschwächt viele dieser Aussagen fort. Die ersten Aussagen kommen aus dem Buch „Die Deutsche Mutter und ihr erstes Kind“:

Schwarze Pädagogik - Auswirkungen und Beispiele autoritärer Erziehung

Nichtbeachtung

„Auch das schreiende und widerstrebende Kind muss tun, was die Mutter für nötig hält, und wird, falls es sich weiterhin ungezogen aufführt, gewissermaßen, kaltgestellt‘, in einen Raum gebracht, wo es allein sein kann, und so lange nicht beachtet, bis es sein Verhalten ändert.“

Schwarze Pädagogik - Auswirkungen und Beispiele autoritärer Erziehung

Keine Zuwendung

„Vor allem mache sich die ganze Familie zum Grundsatz, sich nie ohne Anlaß mit dem Kinde abzugeben. Das tägliche Bad, das regelmäßige Wickeln des Kindes und Stillen bieten Gelegenheit genug, sich mit ihm zu befassen …“

Es wurde übrigens empfohlen den Körperkontakt auch beim notwendigen Tragen eines Babys, so gering wie möglich zu halten. Und dem Baby und Kind nicht in die Augen zu sehen. Denn der direkte Blickkontakt ist wichtig für die Bindung.

Schwarze Pädagogik - Auswirkungen und Beispiele autoritärer Erziehung

Machtkämpfe

„Es sind förmliche Kraftproben zwischen Mutter und Kind: Das Baby soll mit festem Griff bewegungslos gehalten werden, so daß es nur noch den Mund öffnen und schließen kann und schlucken muß, was der Erwachsene ihm zuteilt, und zu einem Zeitpunkt, den dieser bestimmt.“

Auch hier erkennst du die klare Message, das Kind nicht „gewinnen“ zu lassen. Der Glaube an Machtkämpfe, und dass diese von Eltern nicht verloren werden dürfen, lebt noch heute in vielen Eltern weiter.

Schwarze Pädagogik - Auswirkungen und Beispiele autoritärer Erziehung

Sauberkeitstraining

„Stellen wir ihnen die Durchnässung mit Harn, die Beschmutzung mit Stuhl und schlechten Gerüchen als etwas Abscheuliches hin, und zeigen wir ihnen, daß derartiges immer sofort entfernt, beschmutzte Kleidung gewechselt werden muß. Wenn wir dies unermüdlich tun, bekehren wir das Kind bald zu unserem Standpunkt. Es wird zunehmend unglücklich und unbehaglich, wenn es naß und schmutzig ist. Es verlangt nach Sauberkeit. Haben wir es soweit, dann ist der Kampf schon bald gewonnen.“

Schwarze Pädagogik - Auswirkungen und Beispiele autoritärer Erziehung

Der Tyrann

„Dann, liebe Mutter, werde hart! Fange nur ja nicht an, das Kind aus dem Bett herauszunehmen, es zu tragen, zu wiegen, zu fahren oder es auf dem Schoß zu halten, es gar zu stillen. Nach kurzer Zeit fordert es diese Beschäftigung mit ihm als ein Recht, gibt keine Ruhe mehr, bis es wieder getragen, gewiegt oder gefahren wird – und der kleine, aber unerbittliche Haustyrann ist fertig.”

Schwarze Pädagogik - Auswirkungen und Beispiele autoritärer Erziehung

Beschämen und Bloßstellen

von Kindern war übrigens ein anerkanntes Mittel, um ihnen zu vermitteln, was richtig und falsch sei.

„Durch die Erziehungsmaßnahmen (…) soll das Kind lernen, daß es sich seiner Umgebung anzupassen hat und daß das Leben in Gemeinschaft nicht nur Vorteile, sondern auch Pflichten und Verzichte mit sich bringt, die das Kind nicht widerwillig, sondern freiwillig und freudig auf sich nehmen muß.“

Vielleicht und hoffentlich, hörst auch du hier bereits heraus, was viele von uns in unserer Erziehung prägen: Das Leben ist ja schließlich kein Ponyhof und deswegen sollten wir unseren Kindern das auch von Anfang an klar machen, oder…?

Schwarze Pädagogik - Auswirkungen und Beispiele autoritärer Erziehung

Wochenkrippen DDR

In der DDR brauchte man die Arbeitskräfte der Frauen. Kinder konnten für die 6-Tage Woche Montags früh in der Krippe abgegeben werden und erst am Freitagabend oder Samstag wieder abgeholt werden. Das war für Babys ab 6 Wochen bis zum Alter von 3 Jahren möglich. Erst 1992 wurden die letzten Wochenkrippen geschlossen.

Obwohl der Regierung Erkenntnisse der Auswirkungen auf die Kinder vorlagen, wurde an der Wochenbetreuung und langanhaltender Tagesbetreuung festgehalten. Eva Schmidt Kolmer stellte bereits in den 50er Jahren als Ärztin Verhaltensauffälligkeiten bei den Kindern fest: Verhaltensauffälligkeiten entstanden, wie bspw. der Hospitalismus – Kinder die reglos vor sich hinstarren und den Oberkörper vor- und zurückschaukeln. Auch Verzögerungen in der Motorik und Sprachentwicklung waren bekannt. In den Medien wurden die Kinder jedoch als „satt, sauber, gesund und gut erzogen“ beschrieben.

Einige Kinderbetreuerinnen aus der Zeit berichten, dass Kinder Nachts zu ihrer eigenen Sicherheit ans Bett gefesselt wurden, von Zwangsernährung und weiterem. Quelle: Tagesspiegel, 2023.

Schwarze Pädagogik - Auswirkungen und Beispiele autoritärer Erziehung
Betroffene Wochenkinder, mittlerweile Erwachsene, berichten von schwerwiegenden Depressionen und Bindungsstörungen. Dazu forscht intensiv die Universität Rostock mit Unterstützung der Bundesstiftung zurr Aufarbeitung. Betroffene haben teils wenig bis keine Erinnerung an ihre Kindheit. Ihren Eltern wiederum kann man kaum Vorwürfe machen. Sie wussten nicht, wie es den Kindern ging. Viele Säuglinge und Kleinkinder gingen scheinbar gerne in die Betreuung und wollten nicht abgebholt werden.

Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, empfehle ich dir den Artikel die Dauerbetreuung in der DDR-Krippe -die ewigen Wunden der Wochenkinder.

Das ist doch lange her … warum ist die schwarze Pädagogik noch relevant?

“Die Deutsche Mutter und ihr erstes Kind” von Johanna Haarer wurde bis 1978 verlegt. Das Buch war über 40 Jahre hinweg ein Bestseller. Die Ansätze wurden öffentlich erst ab 1985 kritisch hinterfragt. Als Forschungsergebnisse der Bindungstheorie immer mehr Einzug fanden. Diese besagt, dass die prompte, fürsorgliche und liebevolle Versorgung jeglicher Bedürfnisse des Babys notwendig für dessen sichere Entwicklung sind. Und trotzdem gab es bspw. die Wochenkrippen der DDR noch bis 1992.

Das heißt somit auch, dass viele Mütter und Großmütter der jetzigen Elterngenerationen noch mit den Lehren der schwarzen Pädagogik nach bestem Wissen und Gewissen erzogen. Die autoritäre Erziehung ist die vermeintlich normale und richtige Erziehung (gewesen). Die Angst vor dem berüchtigten Tyrannen sitzt tief.

Und jetzt zum Problem: Das Erziehungsverhalten, das wir selbst erlebt haben, wird „transgenerational“, also über Generationen hinweg, weitergegeben. Dieses Erziehungsverständnis ist ähnlich wie ein Instinkt, in uns selbst verankert. Dadurch ist es schwer zu erkennen. Dazu forscht intensiv bspw. M. Verhage 2016 et al. Aber auch Deutsche Literatur gibt es dazu unter anderem von Brisch & Hellbrügge (2015).

Und wie soll auch eine ganze Generation unserer Großeltern, die dazu erzogen wurde keine Bindungen aufzubauen, ihren Kindern und Enkeln vermitteln können, wie man dies tut? Selbst wenn sie nicht von der Erziehung überzeugt waren … oder die Methoden nur bedingt angewendet haben, waren sie umgeben von Menschen, vor denen sie den liebevollen Umgang mit Kindern verbergen mussten. Und die Kinder kamen in Systemen außerhalb der Familie, wie Kindergarten und Schule dennoch damit in Berührung. Also wurden doch irgendwie alle unsere Großeltern damit konfrontiert und dadurch geprägt.

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Wir Eltern geben also gegebenenfalls unbewusst, falsche Erziehung mit fraglichen Erziehungszielen an unsere Kinder weiter.

Heutige Literatur

Denn die Verbreitung schwarzer Pädagogik ist ja leider noch lange nicht vorbei … Wenn wir Bindung mit Kindern anders leben, bekommen wir heute noch häufig „Tipps“ in der Kindererziehung. Tipps, die auf diesen alten Erziehungsansätzen beruhen. Denn es gibt auch heute noch sehr populäre Werke , die inhaltlich mehr als fragwürdig sind.

Ein deutlich späterer Klassiker, der aber genauso brutal ist, ist die Ferber-Methode, mit der Kinder „lernen“ sollen zu schlafen. Das Baby oder Kind wird schreiend in seinem Bett liegen gelassen, bis es schläft. In immer grösser werdenden Abständen schaut ein Erwachsener nach dem Kind und spricht es an, nimmt es aber nicht auf den Arm. In seinen initialen Veröffentlichungen spricht Ferber sogar davon, dass sich die Eltern nicht davon irritieren lassen sollen, wenn das Kind bis zum Erbrechen schreit.

Noch heute wirkender Bindungsforscher Karl Heinz Brisch erläutert was dann passiert:

„… dass sie dann aufhören zu schreien, ist eine Notfallreaktion, sozusagen eine Schockstarre, ein Totstellreflex. Wie wir das bei allen Säugetieren kennen, wenn Kampf und Flucht ausweglos sind und niemand kommt. Dann bleibt den Kindern nichts anders übrig, als alle Gefühle abzuschalten.“ (Deutschlandfunk Kultur, 2018)

Und das trifft auch auf andere Situationen zu, in denen Kinder dazu gezwungen werden sich entgegen ihrem natürlichen Bindungsverhalten selbstständig zu regulieren. Diese Kinder wirken vermeintlich unkompliziert und erleben innerlich dennoch einen enormen Stress.

Ein noch neueres Negativbeispiel

der letzten 20 Jahre ist Winterhoff. Er nutzte die existierende Angst, dass Kinder zu Tyrannen werden könnten. Wie Johanna Haarer es prophezeite. Genau unter dem Titel „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ gab es um ihn einen echten Medienhype. Seine Bücher und seine Fernsehauftritte haben Millionen erreicht. Viele Eltern kamen mit seinen gefährlichen Thesen in Berührung.

Eine im August 2021 ausgestrahlte ARD-Reportage über Winterhoffs Methoden deckte auf: jahrelange Verordnung von sedierenden Medikamenten für Minderjährige, die üblicherweise nur in Notfallsituationen punktuell eingesetzt werden, die stets wiederkehrenden gleichen Beurteilungen „narzisstischer Kinder“ und herabwürdigende Genitaluntersuchungen während psychologischer Gutachten (!). Von so einem Menschen lassen wir uns bezüglich unserer Kinder Angst machen … Unsere Kinder werden keine Tyrannen!

Ich möchte hier nicht die top Liste der negativen Bestseller aufführen, sondern dir lediglich beispielhaft zwei besonders medienwirksame nennen. Ich denke sie verdeutlichen zur Genüge, das mit dem Thema leider noch nicht abgeschlossen ist.

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Beratungsstellen

Was mich persönlich schockiert, sind Berichte von KundInnen, die in heutigen Deutschen Beratungsstellen Erziehungstipps erhalten, die in dieselbe Richtung gehen.

„Wenn du dich so verhältst, möchte ich nicht bei dir sein“ wurde einer Mutter empfohlen zu sagen und das damals 3-jährige Kind mit „Wutanfall“ stehen zu lassen.

Eine andere Mutter sollte so lange nicht auf ihr Kleinkind und seine Ansprache reagieren und sein Zimmer blockieren, bis es aufräumt.

Auch mir wurde übrigens im Geburtsvorbereitungskurs in 2018 noch geraten ein weinendes Baby nachts nicht auf den Arm zu nehmen oder zu berühren …

Es scheint leider nicht die Ausnahme zu sein, wenn Eltern Hilfe suchen. Ein in 2018 veröffentlichter Kinofilm „die Elternschule“, zeigt eine Kinderklinik in der Kinder mit Ess- und Schlafstörungen behandelt werden. Ihre Eltern werden zu „mehr Härte und Strenge“ geschult. Die Kinder mit Schlafstörungen wurden alleine in Zimmern abgeschottet und in absoluter Panik sich selbst überlassen, wie der Film zeigt. Mehr Info dazu in Deutschlandfunk Kultur, 2018.

Warum gerade das so perfide ist, erkläre ich dir im Blogbeitrag zur Entstehung von sicherer Bindung. Da auch Gewalt an Kindern in Deutschland verboten ist, und dies eine Form der emotionalen Gewalt ist, wurde sogar mehrfach Klage gegen die Klinik eingereicht. Sie ist mittlerweile geschlossen.

Gewalt in der Erziehung

Fazit

Wenn wir etwas an der Art der Erziehung ändern wollen, dann brauchen wir das Wissen, was Kinder brauchen! Eine besondere Risikogruppe für strafende Erziehung sind immer herausfordernde Kinder: Highneed Kinder, ADHS Kinder oder auch Hochbegabte.

Daran möchte ich was ändern! Deswegen findest du hier im Blog und auf meinen Social Media Kanälen viele gut recherchierte Informationen und Tipps aus meiner täglichen Erfahrung in diesen Bereichen.

Wenn du deinen eigenen Erziehungsstil noch finden möchtest oder ganz konkrete Herausforderungen mit deinen Kindern hast, dann melde dich sehr gerne. Ich biete ein kostenfreies Erstgespräch für eine individuelle Beratung zu deinen Fragen! Ich freue mich auf dich.

Deine Marina Eltern und Karriere Coaching

Tipps und Übungen

Mach dir bewußt …

Was Kinder brauchen
Dass deine eigenen Erfahrungen in der Erziehung als Kind womöglich nicht ideal waren. Ja, die Erkenntnis kann weh tun. Deine Eltern haben sicherlich aus bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Heute wissen wir mehr!
Was Kinder brauchen
Sei dir bewusst, was gute Bindung ausmacht und was diese für dein Kind bedeutet! Körperliche Strafen und Drohungen haben Erziehungsziele, die du auf keinen Fall, bei deinem Kind bewirken möchtest.
Was Kinder brauchen

Schwarze Pädagogik: Definition und Strafe

Wenn du Tipps zu mehr Härte in der Erziehung bekommst: dann stammen diese aus einer Zeit, zu der man Menschen formen wollte, die weder selbstständig handeln, denken noch fühlen sollten. Wahrscheinlich ist es deinem Gesprächspartner nicht bewusst. Du weisst mehr.

Quellen

K.H. Brisch (2010): SAFE Sichere Ausbildung für Eltern.

Prof. Dr. Jörg M. Fegert (2020): Studie zu den aktuellen Einstellungen zu Körperstrafen und elterliches Erziehungsverhalten in Deutschland. Die Studie kannst du bspw. in diesem Link der UNICEF runterladen.

Rutschky (1997): Schwarze Pädagogik: Quellen zur Naturgeschichte der bürgerlichen Erziehung.

M. Verhage, C. Schuengel, S. Madigan, R M P Fearon, M. Oosterman, R. Cassibba, M J Bakermans-Kranenburg, M H van Isjendorn (2016): Narrowing the transmission gap: A synthesis of three decades of research on intergenerational transmission of attachment.

Erziehung für den Führer von Spektrum. https://www.spektrum.de/news/paedagogik-hitlers-einfluss-auf-die-kindererziehung/1555862

Dauerbetreuung in der DDR vom tagesspiegel. https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/dauerbetreuung-in-der-ddr-krippe-die-ewigen-wunden-der-wochenkinder-9907322.html

Wie NS Ratgeber die Erziehung bis heute prägen von SWR2 2022. https://www.swr.de/swr2/wissen/dann-liebe-mutter-werde-hart-wie-ns-ratgeber-die-erziehung-bis-heute-praegen-swr2-wissen-2022-10-13-100.html

Deutschlandfunk Kultur (2018): Die Elternschule. Link: https://www.deutschlandfunkkultur.de/umstrittener-film-elternschule-die-kinder-sind-in-maximaler-100.html

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