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Folgen von Gewalt in der Erziehung - Ein Klaps auf den Hintern

Ein Klaps auf den Po hat noch keinem Kind geschadet.“ Falsch!

Auch andere Strafen haben ähnliche Folgen!

Jede Form der Gewalt in der Kindererziehung hat Folgen, auch ein Klaps auf den Po. Drohen, Strafen und Schimpfen wirken sich übrigens genauso negativ auf die Kindsentwicklung aus. Heute, am 20. November, ist der Internationale Tag der Kinderrechte: wichtig für die kindgerechte gewaltfreie Erziehung.

In diesem Artikel geht’s um:

Umgang mit Wutausbrüchen bei Kindern

Den Status Quo zu Erziehung in Deutschland:

Wir gehen von einer gewaltfreien Kindheit für den Großteil der Kinder aus. Falsch, zeigen aktuelle Studien!

Umgang mit Wutausbrüchen bei Kindern

Was überhaupt ist Gewalt in der Erziehung: Folgen und Definition

Gewalt in der Erziehung bezieht sich nicht nur auf physische Gewalt, sondern auch psychische Gewalt – Drohen, Strafen, Schimpfen, Isolieren. Die psychische Gewalt in der Erziehung hat dieselben Folgen.

Umgang mit Wutausbrüchen bei Kindern

Was ist kindgerechte gewaltfreie Erziehung?

Und warum wir dadurch keine Nachteile befürchten müssen…

Gewalt in der Erziehung

Was „gewaltfreie Erziehung“ konkret bedeutet, wird häufig falsch interpretiert. Denn viele Menschen assoziieren bei dem Wort Gewalt, dass es um „Schlagen“ oder sexuelle Gewalt geht. Es sind jedoch vor allem psychische Misshandlungen, die am häufigsten vorkommen. Psychische Misshandlung beginnt bereits dort, wo ein Kind Erniedrigung erfährt:

„Wenn du nicht aufhörst, setzt es etwas! SO will ich dich nicht um mich haben, ab in dein Zimmer! Wenn du dich anstellst, gehe ich jetzt ohne dich! Aus dir wird nie was!“

Diese Sätze erniedrigen dein Kind und machen ihm Angst. Dazu gehört auch, dass Eltern mit Strafe, Isolation, Liebesentzug oder sonstigen Mitteln drohen, um ihr Ziel zu erreichen. Auch diese Art der Gewalt in der Erziehung hat Folgen.

Wenn du jetzt denkst, das ist ja alles halb so wild

Das gehört bei der Kindererziehung eben dazu oder dass du es ja selbst auch so erlebt und gut verkraftet hast … Dann nimm dir bitte ERST RECHT ein paar Minuten Zeit und lies diesen Beitrag zu Ende.

Die obengenannte kindgerechte gewaltfreie Erziehung ohne psychische oder physische Strafen stammt übrigens von der UNICEF und dem Kinderschutzbund. Dies ist daher keine individuelle Meinung einer einzelnen Person, möchte ich damit sagen. Im Folgenden werden die Aussagen durch aktuelle Studien belegt.

Ich möchte auch gleich am Anfang betonen, dass die große Mehrheit der Eltern sich das Ziel setzt, kindgerechte, gewaltfreie Erziehung anzuwenden.

Allerdings erleben sie im Alltag, dass eine auch verbal gewaltfreie Erziehung schwierig ist. Eltern greifen aus Hilflosigkeit und Mangel an Wissen über alternatives Erziehungsverhalten zu diesen Optionen – daher gegen ihre eigene Überzeugung!

Es sind also durchaus Eltern wie du und ich, die sich weiterhin in der kindgerechten gewaltfreien Erziehung fortbilden und verbessern können. Man lernt schließlich nie aus.

Wesentliches zur Gewalt rund um die Erziehung zusammengefasst:

Tipps für Gewaltfreie Erziehung
Körperliche Strafen sind in Deutschland seit 2000 gesetzlich verboten. Dabei wird nicht zwischen schwerwiegenden Prügelstrafen oder „nur“ einem Klaps auf den Hintern oder Ohrfeigen unterschieden!
Tipps für Gewaltfreie Erziehung
Durch die Durchsetzung des Verbots von körperlichen Strafen ist es möglich, dass Frustrationen und Wut bei Eltern in Erziehungskonflikten nun anstatt körperlicher Gewalt, psychische Gewalt anwenden.
Tipps für Gewaltfreie Erziehung
Psychische und emotionale Gewalt haben dieselben Auswirkungen und Langzeitfolgen für Kinder wie körperliche Gewalt! Psychische und emotionale Gewalt sind demnach genauso gefährlich, jedoch weniger sichtbar und in der Öffentlichkeit weitestgehend toleriert. Darunter fallen: Anschreien, Isolieren, Nichtbeachtung, Drohungen und vieles mehr.
Tipps für Gewaltfreie Erziehung
Eltern, die selbst emotionale oder körperliche Strafen erlebt haben, erziehen auch ihre eigenen Kinder mit erhöhter Gewaltbereitschaft!
Eltern und Karriere wichtige Punkte
Gewaltfreie Erziehung bedeutet nicht „Das hat mir auch nicht geschadet“, sondern bietet dem Kind beste Voraussetzungen, indem auf jegliche Form der Gewalt verzichtet wird!
Folgen von Gewalt in der Erziehung
Frauen sind häufiger dazu bereit, einen Erziehungsneustart zu leben, während Väter und Großväter tendenziell eher erhöhte Gewaltbereitschaft mitbringen und an dieser festhalten.
Folgen von Gewalt in der Erziehung
Auch Institute wie Kindergärten, Krippen und Schulen benötigen besondere Beobachtung, da gesellschaftlich ein nicht optimaler Umgang mit Kindern weitgehend akzeptiert wird.
Folgen von Gewalt in der Erziehung
Gewalt in der Erziehung ist unabhängig von sozioökonomischen Faktoren. Es gibt jedoch auch eine sozial tolerierte Form der Vernachlässigung, wenn Kinder durch die Berufstätigkeit der Eltern zeitweise oder regelmäßig „sich selbst überlassen“ sind.

Gewalt gegen Kinder …

kann also bereits dort beginnen, wo kindliche Grundbedürfnisse wie Respekt, Sicherheit, körperliche Unversehrtheit und emotionale sowie soziale Unterstützung nicht gewährleistet sind.

Gewalt beginnt, wenn Erwachsene Kinder nicht als eigenständige Persönlichkeiten respektieren, sondern Macht über sie ausüben oder sie kontrollieren wollen. Dadurch wird den Kindern schnell ein Gefühl von Ohnmacht, Wertlosigkeit, Angst und Abhängigkeit vermittelt.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Erwachsenen aus Unwissenheit oder Überzeugung so handeln.

Anders als vielfach angenommen, wird Gewalt häufig gerade durch diejenigen ausgeübt, die den Kindern am nächsten sind. Ihre Eltern, Erziehenden oder andere Bezugspersonen üben Gewalt aus.

Wenn du mehr zur Definition von Gewalt wissen möchtest? Dann empfehle ich dir die UNICEF FAQ „Was ist Gewalt gegen Kinder?“ auf deren offiziellen Website.

Was ist der Status quo zu Gewalt in der Kindererziehung in Deutschland?

Die Studie von Prof. Dr. med. Jörg Fegert, durchgeführt am Uniklinikum Ulm in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, bringt Licht ins Dunkel.

Die Studie erhielt den treffenden Spitznamen „Ein Klaps auf den Hintern hat noch keinem Kind geschadet“, denn fast jeder zweite Deutsche ist dieser Auffassung! Obwohl dies per Gesetz verboten ist …

Die Studie zeigt außerdem auf, dass die Mehrheit der Deutschen Erziehungsberechtigten mit körperlichen und emotionalen Strafen ihrer Kindererziehung Nachdruck verleiht. Meist aus der Not heraus, weil sich die Eltern nicht mehr anders zu helfen wissen, als verbal oder körperlich deutlich zu werden, „wenn das Kind nicht hört“.

Gewalt in der Kindererziehung
Über psychische und emotionale Gewalt und deren Auswirkungen muss gesprochen werden, weil ein Umdenken notwendig ist!

Außerdem müssen vor allem Informationen zugänglich werden, die Alternativen zu körperlicher oder verbaler Gewalt gegen Kinder aufzeigen.

Dazu habe ich separate Artikel verfasst, beispielsweise die Reihe über Erziehung.

Deutschland ist eines von 60 Ländern, das ein Gesetz zum Schutz der Kinder erlassen hat. JEDES Kind in Deutschland hat seit 2000 das Recht, gewaltfrei aufzuwachsen (Bundesgesetzblatt, Nr 48 vom 7. 11. 2000). Das Gesetz trägt dazu bei, die Einstellung zu Körperstrafen in der Erziehung zu verändern. Dennoch sehen nach wie vor viele Menschen in Deutschland (körperliche) Strafen als notwendiges Mittel.

Kinder mit besonderen Ausgangslagen haben häufig ein besonders hohes Risiko für Gewalt in der Erziehung & Folgen. Deswegen findest du hier im Blog und auch in meinen Beratungen besondere Kenntnis für herausfordernde Kinder: bspw. High Need Kinder, ADHS Kinder und hochbegabte Kinder.

Seit Inkrafttreten des Gesetzes wurde regelmäßig eine Studie veranlasst, um die Entwicklung der Einstellung zu Körperstrafen und des elterlichen Erziehungsverhaltens in Deutschland zu beobachten. Die gesamte aktuellste Studie findest du auf der Homepage der UNICEF – Link in den Quellen.

Symptome bei Kindern mit ADHS

Erkenntnisse der Studie: Gewalt in der Erziehung & Folgen

Die letzte Studie ist aus dem Jahr 2020. Seit Beginn der Studienreihe sah man eine deutliche Reduktion der Gewaltbereitschaft in der Erziehung – zumindest massive körperliche Strafen betreffend. Seit 2016 gibt es nur noch sehr leichte Verbesserungen in den Ergebnissen. Aktuell gehen allerdings immer noch fast 45 % der Deutschen davon aus, dass ein Klaps auf den Hintern legal und aus Erziehungsperspektive sogar notwendig sein kann!

Professor Jörg Fegert betont im Ergebnis der Studie, dass entwürdigendes Erziehungsverhalten, also nicht nur reine Körperstrafen, erhebliche Auswirkungen auf die Kinder haben. Er nennt in diesem Kontext ebenso das Anschreien, das Kind zu isolieren (= ins Zimmer schicken) oder nicht mehr mit ihm zu sprechen.

Man vermutet trotz der leicht verbesserten Ergebnisse seit 2016 eine mögliche unsichtbare Verschlechterung durch die Covid-19-Pandemie, als viele arbeitende Eltern mit Kindern zu Hause in der Betreuung und im Homeschooling unter täglicher Doppelbelastung an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und darüber hinaus kamen (UNICEF, 2020). Gerade in sozioökonomisch schwachen Familien wird dieser Effekt besonders groß sein. Das Leben auf engem Raum ohne die gewohnte Abwechslung und den Schutz von außerhalb bringt zusätzliche schwerwiegende Herausforderungen mit sich.

Die zum Teil (unabhängig von der Pandemie) geäußerte Vermutung, dass Strafen abhängig von der sozialen oder Einkommensschicht nach unten intensiviert seien, ist dabei nicht der maßgebliche Faktor! Eltern, die selbst körperliche oder emotionale Züchtigung (unabhängig von sozialer Schicht oder Einkommen) erfahren haben, zeigen in der Annahme, dass dies der richtige Weg sei, eine größerene Bereitschaft, ihre Kinder mit demselben „Erziehungsverhalten“ zu regulieren.

Dabei ist hervorzuheben, …

dass Eltern, die selbst „nur“ emotionale Gewalt erlebt haben, auch eher bereit sind, körperliche Gewalt einzusetzen. Demnach ist es besonders wichtig, auch emotionale Gewalt zu unterbinden, um nachhaltig die Bereitschaft zu körperlicher Gewalt in unserer Gesellschaft auszuschließen.

Professor Fegert stellt diesbezüglich fest, dass junge Frauen und Mütter veränderungsbereiter sind. Ihnen gelingt weit häufiger ein Neustart, wie auch das Projekt „Meine Kindheit – Deine Kindheit“ gezeigt hat. Es erscheint wichtig, Väter und Großväter besonders zu adressieren. Bei ihnen ist die Vorstellung „Was mir nicht geschadet hat, wird auch meinem Kind oder Enkel nicht schaden“ noch am weitesten verbreitet. Dabei geht es nicht darum, den Kindern „nicht zu schaden“, sondern es geht bei gewaltfreier Erziehung darum, Kindern bestmögliche Entwicklungsbedingungen zu geben.

Die UNICEF fordert noch umfangreicher:

Folgen in der Kindererziehung
… Das Wohl der Kinder muss bei allen Entscheidungen ein vorrangig zu berücksichtigender Faktor sein, und sie sollten auch ein Recht der Beteiligung erfahren …“

Folgen von jeglicher Form der Gewalt in der Erziehung sind erwiesen:

Die Langzeitfolgen nach psychischer Misshandlung und Vernachlässigung sind nicht geringer einzuschätzen als nach dem Erleben körperlicher Gewalt in der Kindheit oder Jugend (Clemens, Huber-Lang et al. 2018 und Witt, Brown et al. 2019). Das Wort „Misshandlung“ lässt besonders schwerwiegende Fälle vermuten. Jedoch definiert sich Misshandlung dadurch, dass Gewalt gegen Kinder durch Menschen ausgeübt wird, die eigentlich für ihren Schutz verantwortlich sind. Ausschlaggebend ist demnach nicht die Schwere der Tat, sondern wer sie ausführt, beispielsweise Eltern.

Kinder, die Gewalt erleben, sind massivem Stress ausgesetzt.

Ihre kindliche Welt, ihr Bedarf nach Sicherheit und Geborgenheit wird durch Gewalt bedroht. Dies kann ihre psychische und körperliche Entwicklung stark beeinträchtigen: Viele betroffene Kinder fühlen sich wertlos und ohnmächtig, verlieren das Vertrauen in Erwachsene und sich selbst, entwickeln weniger Selbstvertrauen und leiden unter Angst oder sogar Depressionen.

Die Gewalt kann zudem ihre Fähigkeit, zu lernen und positive Beziehungen einzugehen, beeinträchtigen und hat sogar Folgen für die kognitiven Fähigkeiten des Kindes. Psychosoziale Beeinträchtigungen sind möglich und haben später sogar wirtschaftliche Auswirkungen (Habetha, Bleich et al. 2012): Außerdem wurden eine signifikante Verringerung der Lebensqualität und eine deutlich erhöhte Morbidität, die sowohl psychische als auch somatische Gesundheitsprobleme umfasst, nachgewiesen (Hughes, Bellis et al. 2017).

gewaltfreie Erziehung und die folgen von Gewalt in der Erziehung
Ein Aufwachsen ohne jegliche Form von Gewalt oder Vernachlässigung muss daher ein zentrales Ziel jeder Gesellschaft sein. In § 1631 Abs. 2 des BGB wird daher das Recht auf gewaltfreie Erziehung normiert – und neben körperlicher ebenso psychische Gewalt miteinbezogen.
Exklusives Coaching für die ganze Familie

Prävention von Gewalt in der Erziehung: Folgen emotionaler Gewalt und psychischer Misshandlung

Bei der Medizinischen Kinderschutzhotline werden die FachberaterInnen am seltensten auf emotionale Misshandlung angesprochen. Man hat fast den Eindruck, dass diese Misshandlungsform am wenigsten greifbar ist, obwohl sie manchmal z. B. in äußerst ruppigem Umgang mit einem Kind im Wartezimmer beobachtet werden kann und direkt angesprochen werden könnte. Psychische Gewalt in der Erziehung Folgen: Die Daten sind eindeutig, diese führt zu ebenso schlimmen Langzeitfolgen wie körperliche und sexuelle Gewalt.

Bei psychischer Gewalt geht es darum, den zentralen Bezugspersonen von Kindern deutlich zu machen, dass das Anbrüllen, das Beschuldigen etc. eines Kindes auch Gewalt ist. Auch wenn derzeit, im Gegensatz zum Schlagen, in der Öffentlichkeit selten Personen kritisch darauf reagieren.

Es ist wichtig, neben der Familie selbst auch den institutionellen Bereich (Krippen, Kindergärten, Schulen etc.) und den generellen gesellschaftlichen Umgang mit Kindern im Blick zu behalten. Die genannte emotionale Gewalt ist auch hier präsent.

Nicht auszuschließen ist, dass sich Frustrationen und Wut bei Erziehungsberechtigten in Erziehungskonflikten zum Teil auf ein Feld verlagert haben, wo statt körperlicher psychische Gewalt angewendet wird. Es ist daher umso wichtiger, dass auch diese Form der Gewalt Aufmerksamkeit erhält.

Inwiefern betrifft dich das für deine Kindererziehung?

Abschließend möchte ich sagen, dass ich diesen Beitrag nicht verfasse, um jemanden an den Pranger zu stellen. Ganz im Gegenteil. Es herrscht große Unwissenheit in Bezug auf die emotionale Gewalt in der Erziehung & Folgen. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, diesbezüglich aufzuklären und vor allem auch kindgerechte, gewaltfreie Erziehung fordern und fördern.

Auch bist du kein schlechtes Elternteil, weil du deinem Kind gedroht hast oder ähnliches. Es ist unwichtig, was bisher war: Du kannst dich jetzt entscheiden, es ab jetzt anders zu machen.

Wenn dir das bisher schwerfällt, und du das ändern möchtest, helfe ich dir gerne dabei. Damit befasse ich mich beruflich und biete individuelle Beratung und Hilfe in Elterncoachings.

Da wir in unserer Gesellschaft wenig  Erfahrung mit komplett gewaltfreier, kindgerechter Erziehung haben, hat vermutlich jeder die Möglichkeit, sich in diesem Bereich weiterzubilden und sein Erziehungsverhalten zu verbessern. Dies tun wir für unsere Kinder und beeinflussen damit nachhaltig unsere Gesellschaft.

Denn Kinder leben nach, was sie selbst erfahren, und nicht, was man ihnen sagt!

Auf Alternativen zu körperlichen und emotionalen Strafen gehe ich in einer ganzen Serie über Kindererziehung ein. Klicke gleich hier für Teil 1 – welche Erziehung passt zu meiner Familie? Hier zeige ich anhand von Alltagskonflikten alternative Handlungsoptionen auf und gebe Tipps und Einblicke zu neuen Wegen in der Kindererziehung.

Oder du fragst dich woher die ganzen schlechten Tipps in der Erziehung zu mehr Härte und gegen Verwöhnen von Kindern eigentlich stammen? Dann schaue gerne in den Artikel über die schwarze Pädagogik.

Wenn du selbst ganz konkrete Herausforderungen mit deinem Kind hast und nicht weißt, wie es ohne Drohen, Strafen und Schimpfen gehen kann. Darauf bin ich spezialisiert. Ich helfe dir andere Wege für dich mit deinem Kind zu gehen. Auch in besonders herausfordernden Ausganslagen. Melde dich doch einfach für ein kostenfreies Erstgespräch. Ich freue mich auf dich.

Deine Marina Eltern und Karriere Coaching

Tipps

Was du tun kannst

Ein Klaps auf den Po ist keine kindgerechte erziehung

„Gewaltfreie Erziehung“ wird häufig falsch interpretiert.

Es sind vor allem psychische Misshandlungen, die am häufigsten vorkommen.

„Wenn du nicht aufhörst, setzt es etwas! SO will ich dich nicht um mich haben, ab in dein Zimmer! Wenn du dich anstellst, gehe ich jetzt ohne dich! Aus dir wird nie was!“

Diese Sätze erniedrigen dein Kind und machen ihm Angst. Das schadet deinem Kind genauso wie Schläge! Um ein Kind zu „erziehen“, überlege dir, welche Eigenschaften, Werte und Verhaltensweisen wünschenswert sind und LEBE DIESE VOR! Dein Kind lernt, was du tust, nicht was du sagst!

Ein Klaps auf den Po ist keine kindgerechte erziehung

Wenn du selbst als Kind mit psychischer oder physischer Gewalt in der Erziehung aufgewachsen bist hat das Folgen:

Deine Bereitschaft ist erhöht auch psychische oder physische Gewalt in der Erziehung anzuwenden. Du bist in dem Glauben aufgewachsen, dass dies in der Erziehung benötigt wird, es geht allerdings ANDERS: kindgerechte, gewaltfreie Erziehung gibt es.

Gerade für dich ist es sehr wichtig, die Erkenntnisse zu Bindungs- und bedürfnisorientierter Erziehung kennenzulernen und zu identifizieren, wann du in erlernte Verhaltensmuster verfällst!

Ein Klaps auf den Po ist keine kindgerechte erziehung

Es ist nie zu spät, sich zu verändern.

Eltern, die sich eine innigere Beziehung zu ihren Kindern wünschen, haben manchmal den Eindruck bereits zu viel falsch gemacht zu haben. Und dann erst recht, sprich mit deinem Kind darüber. Ob klein oder groß. Der erste Schritt kann bereits der Schritt in Richtung von etwas Großem und Neuem sein. Schieb es nicht vor dir her.

Wenn ältere Menschen sagen, was sie bereuen, dann sind es fast immer die Dinge, die sie NICHT getan oder aufgeschoben haben. Niemand bereut es zu viel Zeit mit seinen Kindern verbracht zu haben oder zu viel mit ihnen gesprochen zu haben!

Ein Klaps auf den Po ist keine kindgerechte erziehung

Eltern brauchen mehr Unterstützung für kindgerechte gewaltfreie Erziehung

Überforderte Eltern, tendieren zu höherer Gewaltanwendung. Eine Prävention ist Hilfe und Unterstützung und das Streuen von Wissen zu gewaltfreien Handlungsalternativen.

Deine Nachbarn mit Baby sind total erledigt, weil sie ein „Schreibaby“ haben? Biete an, für sie einkaufen zu gehen. Schläft das Baby im Kinderwagen? Vielleicht könntest auch du es eine Runde im Kinderwagen schieben, damit die Mama mal schlafen kann.

Doch häufig sprechen Eltern nicht über ihre Überlastung. Sei aufmerksam, wenn du erschöpfte Eltern siehst. Anstelle von „Mom-Shaming“ ist ein Angebot zur Hilfe, wirklich das, was sie brauchen. 

Quellen

Clemens, Huber-Lang et al. 2018: Association of child maltreatment subtypes and long-term physical health in a German representative sample

Habetha, Bleich et al. 2012: A Prevalence-Based Approach to Societal Costs Occurring in Consequence of Child Abuse and Neglect

Hughes, Bellis et al. 2017: The effect of multiple adverse childhood experiences on health: a systematic review and meta-analysis

UNICEF vollständige Studie 2020 – aktuelle Einstellung zu Körperstrafen und elterliches Erziehungsverhalten in Deutschland, 2020.

Witt, Brown et al. 2019: Prävalenz, Verlauf und Folgen multipler und kombinierter Typen von Kindesmisshandlung

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