Phasen der kindlichen Entwicklung
Wie du damit umgehen kannst
Spätestens mit einem Kleinkind kommt man um das Wort „Phase“ gar nicht mehr herum … Du suchst mehr Infos über die verschiedenen Phasen der kindlichen Entwicklung und wie du damit umgehen kannst? Dann wird es dich völlig überraschen, wenn ich dir jetzt sage, es ist völlig egal um welche Phase es geht, sondern, dass es altersunabgängige Ansätze gibt, die mitwachsen. Damit kannst du besonders sensible Phasen in der kindlichen Entwicklung erkennen und die kindliche Entwicklung fördern.
Hier erfährst du:
Nach der Phase ist vor der Phase
Denn los geht es mit den berüchtigten Phasen in der kindlichen Entwicklung schon im Babyalter und sie kommen bis ins Erwachsenenalter immer wieder vor – so viel ist sicher.
Welche “Phasen” gibt es bei Kindern?
„Fremdelphase“, „Autonomiephase“ oder sinngemäß, wenn auch ohne das Wort Phase, „3-Monats-Koliken“, „Zahnen“, „Wackelzahnpubertät“, „Entthronung“, “Schlafregressionen” … oder die „Alles-wird-besser-Phase“, wenn das Kind wahlweise endlich durchschläft, endlich redet, in die Schule geht oder zu guter Letzt endlich die Pubertät vorbei ist. Doch alle genannten sind wirklich sensible Phasen der kindlichen Entwicklung…
Für den richtigen Umgang mit Phasen, ist die Phase selbst egal!
Warum sage ich – Marina Bernardo, Gründerin von Coachiba – das überhaupt?
Elterntrainings und verschiedene Erziehungsansätze sind gut erforscht worden.
Das gibt wertvolle Hinweise: Denn darin wird geschaut, was Eltern brauchen, um effektiv “erziehen” zu können und was das Verhalten der Kinder – und Eltern – wirklich beeinflusst. “Schwieriges” oder auch “aggressives” Verhalten von Kindern ist dabei weit gefasst – von alltäglichen bis hin zu speziellen Herausforderungen.
Absolut nachvollziehbar haben ursprüngliche Studien in den 90er Jahren angenommen, dass der Umgang mit kleineren Kindern anders sein müsste, da Kleinkinder sehr viel stärker bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse von ihren Eltern abhängig sind als ältere Kinder (Dodge, 1993). Älteren Kindern traute man damals eher positive Einflüsse durch Kommunikationstraining zu (Cedar & Levant, 1990).
Eine große sogenannte Meta Analyse (von Lundahl et al., 2006) verglich 63 unterschiedliche Studien miteinander und konnte daraus ableiten, dass das Alter der Kinder bei den Lösungen quasi gar keine Rolle spielte.
Allerdings waren die Ergebnisse der Eltern besser, umso früher, also mit umso jüngeren Kindern, sie die wirksamen kombinierten Techniken erlernten. Ist ja auch logisch, wenn die Ansätze mitwachsen.
Dein Umgang mit diesen Phasen ist daher entscheidend
Denn ja, die Phasen gibt es. Aber DU entscheidest:
Auch wenn es für Eltern ein intensiver Job ist, rauszufinden, was genau dein Kind braucht. Das herauszufinden und auch Geduld im Umgang mit Kindern lässt sich jedoch erlernen.
Aufmerksamkeit durch negatives Verhalten – was braucht dein Kind?
Gerade in Zeiten des Lernens und des Umbruchs, die diese sensible Phasen der kindlichen Entwicklung üblicherweise signalisieren, ist es für die Kids daher wichtig, einen verlässlichen Anker zu haben.
Das ist das Gegenteil von passiv! Aktive Steuerung, Begleitung, da sein – einen verlässlichen Rahmen bieten.
Dennoch wollen die meisten Eltern ihren Kindern eigentlich genau das zukommen lassen… und dann kommt der Alltag: Ein stressiger Arbeitstag steht an, und bereits das morgendliche Anziehen wird zur Tortur. Gerade dann, wenn ihr ohnehin schon zu spät dran seid. Bei älteren Kindern bringt dich der Wunsch nach der x-ten Fernsehsendung, ihre Handynutzung oder Ausgehen bis 2 Uhr morgens an den Rand des Wahnsinns. Und dennoch ist das alles eine wichtige Phase der kindlichen Entwicklung.
Unser Druck ist häufig hoch. Kinder sind jedoch auch einfach nur Kinder und es ist ihre Aufgabe zu lernen und sich zu entwickeln und unsere, sie bestmöglich dabei zu begleiten!
Denn es sind genau diese “schwierigen” Momente mit deinen Kindern, die maßgeblich mit beeinflussen werden, ob dein Kind später, wenn es einen Ansprechpartner oder Hilfe braucht, zu dir kommen wird oder eben auch nicht.
Warum reagieren Eltern so intensiv auf normales kindliches Verhalten?
Dafür gibt es häufige Gründe:
Zum einen leben wir nach, was wir in unserer eigenen Kindheit erfahren und gelernt haben. Viele von uns wurden noch mit Grundsätzen der schwarzen Pädagogik erzogen und bekommen heute imer noch häufig Erziehungstipps, die auf diese Art der Erziehung zurückzuführen ist. Dann passiert Drohen, Strafen, Schimpfen, auch weil du dir womöglich nicht mehr anders zu helfen weisst. Und das schadet deinem Kind mehr als du womöglich denkst.
Phasen der kindlichen Entwicklung – Mein Fazit
Unabhängig von der eigentlichen Phase oder dem genauen Alter des Kindes, beeinflussen wir Eltern – gerade in diesen Phasen – wichtige Entwicklungsschritte. Denn wir sind diejenigen, die unseren Kindern vorleben, wie sie selbst Lösungen bei kommenden Herausforderungen gestalten.
Dein Kind orientiert sich an dir, und dem was du vorlebst.
Mehr Geduld, mehr Sicherheit, das Richtige für die Kids zu tun… das lässt sich lernen. Und dabei helfe ich dir gerne:
Hilfe bei deiner Erziehung



